"Opel kehrt in die Bundesliga zurück." Ich wusste gar nicht, dass die abgestiegen waren. Aber Spaß beiseite. Nach 10 Jahren Abwesenheit im Fußballgeschäft steigen die Rüsselsheimer mit dem Beginn der neuen Bundesliga-Saison wieder als Sponsor ein.
Vier Vereine werden mit Bandenwerbung, Werbung auf Großbild-Leinwänden und Anzeigen in Stadionzeitungen unterstützt. Außerdem erhalten die Vereine, die da wären: Fortuna Düsseldorf, SC Freiburg, Bayer 04 Leverkusen und der 1.FSV Mainz 05 ausgewählte Opel-Modelle für offizielle Anlässe, aber auch für den täglichen Gebrauch. "Der Volkssport Fußball passt einfach zur Marke Opel, die sich in der Mitte der Gesellschaft positioniert," charakterisiert Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke das neue Konzept.
Opel knüpft damit an die erfolgreiche
Sponsoren-Tätigkeit in den 90iger Jahren an.
Damals erkannten Opel-Manager mit Sinn für imageträchtige
Unterstützung des Sports, dass Fußball-Mannschaften wie
Bayern München , AC Mailand, Paris Saint-Germain,
Göteborg und sogar die niederländische Nationalmannschaft
bestens geeignet waren, dem Namen Opel zur Erfolg und
Bekanntheitsgrad zu verhelfen. Zudem war Opel viele Jahre ein
wichtiger Sponsor bei Fußball-Weltmeisterschaften.
2002 fanden neue Opel-Manager, dass dies alles viel zu teuer
wäre und zogen sich zurück. Die Lücke wurde schnell
von Audi, VW, aber auch von Hyundai und Kia besetzt.
Doch was bringt ein solches Engagement eigentlich den Auto-Firmen?
Bekannt sind die doch alle. Und die kleine Aufschrift auf den
Trikots kann ja auch nicht die Welt bedeuten.
Einer Umfrage zufolge, verbinden 40 Prozent der deutschen Männer, das VW der Sponsor des VfL Wolfsburg ist. Sicher, durch die enorme Werbeberieselung während der aktuellen Europameisterschaft ist auch Mercedes (mit der neuen A-Klasse und der Nationalmannschaft) und Hyundai als General-Sponsor in viele der über 20 Millionen Zuschauerköpfe eingedrungen.
Doch da gibt es durchaus Kollisionen der Hersteller. So posierte
Lukas Podolski während der EM für einen gelben Mercedes
SLS. Und kurz danach ist er in der Werbung für Hyundai zu
sehen.
Ebenfalls witzig: Bei der EM fuhren Hyundai-Busse die mit
Mercedes-Stern dekorierten, deutschen Nationalspieler zum
Stadion.
Ford als omnipräsenter Sponsor der Champions League hat sicher auch eine Wirkung auf den Betrachter.
Wie man das sehr geschickt macht, zeigt Audi. Die Ingolstädter treten nicht so augenfällig als Trikot-Sponsor auf, aber dafür sind sie durchaus spendabel, wenn es um den Fuhrpark der Kicker geht. Die Stars des FC Bayern fahren ebenso wie viele andere, europäische Vereine mit Audi-Modellen herum.
Vielleicht hat das die Opel-Manager ja mal wieder zu der Einsicht gebracht, dass Fußballstars und das entsprechende Auto ja auch keine schlechte Werbung sind.




